Wie funktioniert ein Onlinekredit?

Ein Onlinekredit ist ein ganz normaler Ratenkredit, der nicht am Schalter oder im Büro, sondern am heimischen Computer über das Internet abgeschlossen wird. Das Prozedere ist dabei an die technischen Möglichkeiten angepasst und verteilt sich auf mehrere Schritte.

Den Auftakt macht bei fast allen Anbietern der Kreditrechner. Hier werden Laufzeit und Summe eingetragen, um die Rate zu erfahren. Ist der Wunschkredit gefunden, geht es weiter mit den persönlichen Informationen. Dabei ist darauf zu achten, dass spätestens jetzt alles verschlüsselt und nach neuesten Sicherheitsstandards an den Kreditgeber übermittelt wird. Schließlich handelt es sich um sensible Daten und soll nicht jeder erfahren, wie hoch das Einkommen ist. Dieser Wert ist nur einer von vielen, die über Formulare erfragt werden. Neben Vorname, Name, Anschrift, Telefon und E-Mail als Kontaktdaten sind es hauptsächlich Fragen zu den persönlichen finanziellen Umständen. Dazu gehören je nach Anbieter neben dem Einkommen auch die laufenden Kosten.

Diese Daten dienen dazu, schon vorab eine Entscheidung ohne verbindlichen Charakter treffen zu können. Bei der Hausbank hat der Berater schwarz auf weiß auf dem Bildschirm, wie es um die Finanzen bestellt ist und kann problemlos auf die SCHUFA zurückgreifen. Onlineanbieter müssen sich dabei auf die Angaben der Kunden verlassen. Dass es nicht ausreicht, einfach nur die Daten über die Tastatur einzugeben, sondern auch zu belegen, ist daher nur verständlich. Deshalb gehören der Einkommensnachweis und meist auch die Kontoauszüge von zwei oder drei Monaten zu den Papieren, die zusammen mit dem Antrag auf das Darlehen eingereicht werden müssen.

Erst, wenn diese Unterlagen geprüft sind, wird ein Kreditvertrag aufgesetzt, der per Post kommt und nur noch unterschrieben werden muss. Hier finden sich dann alle relevanten Angaben zu Summe, Laufzeit, Rate und Effektivzins. Letztlich erfolgen die wichtigsten Schritte eines Onlinekredites noch auf dem Postweg.

Die letzten beiden Akte sind die Auszahlung des Betrages als Überweisung oder – wenn es ein schufafreier Kredit sein soll – über den Postzusteller und die Tilgung bis zur letzten Rate. Um für einen Onlinekredit bestens vorbereitet zu sein, sollte man daher alle nötigen Informationen zur Hand haben, wie beispielsweise die letzte Lohnabrechnung. Ansonsten ist das Verfahren bei allen Anbietern so einfach gehalten, dass weiterreichende Internetkenntnisse nicht erforderlich sind. Die Formulare sind mit Hilfen versehen und sollte es zu Fehlern, wird man automatisch darauf hingewiesen.